Ihr Pflegekompass

Pflegegrad Höherstufung:

Wenn die Pflege aufwendiger wird, steht Ihnen mehr zu

Die Pflege eines geliebten Menschen ist selten ein statischer Zustand. Oft verändern sich Gesundheit und Mobilität schleichend über die Monate, manchmal aber auch ganz plötzlich – etwa nach einem Sturz oder einem Krankenhausaufenthalt.

Wenn der Pflegeaufwand steigt, reicht das Budget des bisherigen Pflegegrads oft nicht mehr aus, um die notwendige Unterstützung oder Hilfsmittel zu finanzieren. Genau dann ist es Zeit für einen Höherstufungsantrag.

Viele scheuen diesen Schritt aus Angst vor Formularen oder dem erneuten Besuch des Gutachters. Doch Sie müssen da nicht alleine durch! Das Team vom Pflegekompass nimmt Ihnen die Bürokratie ab und begleitet Sie sicher zu den Leistungen, die Ihnen fairerweise zustehen.

Wann ist ein Antrag auf Höherstufung sinnvoll?

Häufig passen Angehörige ihre eigenen Anstrengungen einfach an die neuen Gegebenheiten an, ohne zu merken, wie sehr die Belastung eigentlich gestiegen ist. Ein Höherstufungsantrag ist oft dann fällig, wenn:

  • Die Körperpflege aufwendiger wird: Das Duschen, Waschen oder Anziehen dauert deutlich länger als noch vor einem halben Jahr.
  • Die Mobilität abnimmt: Das Aufstehen fällt schwerer, es wird ein Rollstuhl benötigt oder Treppensteigen ist nicht mehr möglich.
  • Kognitive Einschränkungen zunehmen: Bei einer Demenz verändern sich oft das Verhalten, der Tag-Nacht-Rhythmus oder die räumliche Orientierung.
  • Mehr professionelle Hilfe nötig ist: Sie stellen fest, dass Sie den Alltag ohne einen Pflegedienst oder eine Haushaltshilfe körperlich und seelisch nicht mehr schaffen.

Wie läuft die Höherstufung ab? (Schritt für Schritt)

Damit Sie genau wissen, was auf Sie zukommt, haben wir den Ablauf hier einfach für Sie zusammengefasst. Wenn Sie möchten, übernehmen wir den Großteil dieser Schritte für Sie!

1. Die Antragstellung Der Prozess beginnt mit einem formlosen Antrag bei der Pflegekasse (die an Ihre Krankenkasse angegliedert ist). Ein einfaches Schreiben oder ein Anruf mit dem Satz „Ich beantrage eine Höherstufung des Pflegegrads“ reicht oft schon aus.

2. Der Fragebogen Die Kasse schickt Ihnen daraufhin ein ausführliches Formular zu, in dem Details zur Person und zur veränderten Pflegesituation abgefragt werden. Unser Tipp: Wir helfen Ihnen gerne beim Ausfüllen, um sicherzustellen, dass die richtigen Schwerpunkte gesetzt werden!

3. Der Gutachter-Termin (MDK / Medicproof) Die Kasse beauftragt ein neues Pflegegutachten. Ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (oder Medicproof bei Privatversicherten) kommt zu Ihnen nach Hause (oder meldet sich per Video/Telefon), um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen.

4. Der Bescheid und die Frist Die Pflegekasse muss Ihnen innerhalb von 25 Arbeitstagen nach Antragstellung schriftlich mitteilen, ob und in welchen Pflegegrad Sie hochgestuft wurden. Wird die Frist ohne triftigen Grund überzogen, steht Ihnen sogar eine finanzielle Entschädigung zu. Wird die Höherstufung genehmigt, gelten die höheren Leistungen rückwirkend zum Tag der Antragstellung.

Wenn es schnell gehen muss: Der Eilantrag

Manchmal kann man keine 25 Tage auf eine Entscheidung warten. In akuten Notsituationen sieht der Gesetzgeber die Möglichkeit eines Eilantrags (Schnelleinstufung) vor. Ein verkürztes Gutachten stellt dann in kürzester Zeit sicher, dass Sie sofort Hilfe bekommen.

Ein Eilantrag ist bei einer Höherstufung unter anderem in diesen drei Fällen zulässig:

  • Die Weiterversorgung nach einem Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt ist ungesichert.
  • Die pflegebedürftige Person befindet sich in der Palliativpflege.
  • Sie als pflegender Angehöriger möchten Pflegezeit oder Familienpflegezeit bei Ihrem Arbeitgeber beantragen.

Wir stehen in engem Kontakt mit Sozialdiensten und Kassen und helfen Ihnen, einen Eilantrag rechtssicher auf den Weg zu bringen.

Was tun, wenn die Kasse ablehnt?

Keine Panik! Es kommt in der Praxis leider häufig vor, dass Höherstufungsanträge im ersten Anlauf abgelehnt oder zu niedrig bewertet werden.

Sie haben das Recht, innerhalb eines Monats Widerspruch einzulegen. Geben Sie an diesem Punkt nicht auf! Wir schauen uns das Gutachten gemeinsam mit Ihnen an, decken formale Fehler oder Fehleinschätzungen auf und unterstützen Sie bei der fundierten Begründung Ihres Widerspruchs. Oft führt genau das im zweiten Schritt zum verdienten, höheren Pflegegrad.

Ihr Vorteil mit dem Pflegekompass: Wir sind an Ihrer Seite

Eine Höherstufung ist ein Kraftakt, den Sie in einer ohnehin anstrengenden Pflegesituation nicht alleine stemmen müssen.

So unterstützen wir Sie:

  • Wir klären in einem Erstgespräch ehrlich, ob ein Höherstufungsantrag aktuell Aussicht auf Erfolg hat.
  • Wir helfen beim Ausfüllen der Antragsformulare und Pflegetagebücher.
  • Wir bereiten Sie gezielt auf den Termin mit dem Gutachter vor – auf Wunsch ist eine unserer Fachkräfte beim Besuchstermin des MDK anwesend, um Sie fachlich zu unterstützen!

Verschenken Sie kein Geld und keine Leistungen, die Ihnen zustehen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihre Pflege finanziell und tatkräftig optimal abgesichert ist!